Bonner Mediationstag

Ankündigung
Im Januar 2019 findet der 14. Bonner Mediationstag statt. Weitere Informationen erfolgen zeitnah hier.

 

Am 28.01.2017 fand im Haus der Bildung der 13. Bonner Mediationstag statt. Er war sehr gut besucht. Mediation bringt Sie weiter! Sie persönlich. Bei jeder Gelegenheit, so war das Motto, dem ca. 120 Besucher und Besucherinnen in die VHS Bonn gefolgt sind.

Susanne1

Nach einem inspirierenden Vortrag von Frau Susanne Fest wurden in 3 Workshop Runden insgesamt 16 unterschiedliche Themen rund um Mediation bearbeitet, diskutiert und vorgestellt. Zum Abschluss des Tages gab es pure Fröhlichkeit mit Lach Yoga, so dass alle Beteiligten stimmungsvoll ins Wochenende starten konnten.

Mehrmals wurden wir von begeisterten Teilnehmerinnen gefragt, ob es nächstes Jahr wieder einen Mediationstag geben wird. Bitte informieren Sie sich auf unserer Seite unter Veranstaltungen über weitere Aktivitäten von Mediation fördern e.V. Gerne begrüßen wir Sie wieder bei uns!Plenum

 

 

 

Der VHS Bonn, der Regionalgruppe Bonn/Rhein-Sieg im Bundesverband Mediation e.V. sowie allen Beteiligten möchten wir herzlichst danken, es war ein toller Tag für uns Alle!

Liebe Grüße

Ihr Verein Mediation fördern mit seinen engagierten MitgliedernVHS - M.-Tag Panorama

 

 

Schild

 

 

 

 

 

 

 

Workshop Runde I

121022reginauhrigalle-78-von-82Regina Uhrig
Leiterin Haus der Familie, Supervisorin (DGSv), Mediatorin (BM)
Mediation als inneren Prozess der Verwandlung
In der Mediation sind wir auch eingeladen, uns selbst (Im Spiegel des Konfliktes) anzuschauen. Meistens verwandeln Konflikte unsere Einstellungen und das Leben. Dann ist es gut, mehr Versöhnung mit sich selbst und anderen als Groll im Herzen zu tragen. Dies führt in der Regel zur inneren Reifung. Gelingende Mediationen korrespondieren oft mit diesen Wandlung- oder Umkehrprozessen. Anhand praktischer Beispiele und mit einigen eigenen Übungen werden wir diese Spur verfolgen.

ehlertAngela Ehlert
Coaching / Mediation / Training
„Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ Herzensbildung als Türöffner in der Mediation: Einführung
Die Qualitäten der Herzensbildung wie Achtsamkeit, Gelassenheit, Humor, Liebesfähigkeit, Mut zu Emotionen und Vertrauen werden in unserer Sach- und Zweckgesellschaft sehr gebraucht. Menschen, die diese Eigenschaften entwickelt haben, verfügen über ein reiches inneres Kapital. Es fällt ihnen häufig leicht, Konflikte mithilfe der Mediation konstruktiv zu bearbeiten. Der Workshop führt in den Begriff der Herzensbildung ein und zeigt auf, warum diese innere Haltung im Mediationsprozess Türen öffnen kann.

pilartz2Anne und Dr. Heinz Pilartz
Paarmediation, Richterin und Mediziner
“So nah und auch so fern ” Das Dilemma langjähriger Partnerschaften

Es ist kein Widerspruch, auch nach langen Jahren in der (vertrauten) Beziehung immer wieder fassungslos vor seinem Partner zu stehen und „die Welt nicht mehr zu verstehen“. Im Gegenteil: Gerade in langjährigen Beziehungen entwickelt sich die Überzeugung, dass das Miteinander kalkulierbar und voraussehbar funktioniert. Und dann…In dem Workshop wollen wir uns mit Modellen beschäftigen, die einen konstruktiven Zugang zu unserer Unterschiedlichkeit erlauben.

wiegemannDr. Barbelies Wiegmann
Rechtsanwältin und Mediatorin
„Es donnert und blitzt” Mediation bei Trennung und Scheidung
Zeiten von Trennung und Scheidung sind emotional stark belastet. Es geht um Gefühle wie Trauer, Enttäuschung, Wut, Hass oder Schuld. Das bedeutet eine große Herausforderung für alle Beteiligten, insbesondere für die Mediatorin. Sie muss versuchen, im achtsamen Umgang mit diesen Gefühlen das Paar darin zu unterstützen, faire und befriedigende Vereinbarungen im persönlichen und sachlichen Bereich zu erreichen. Dabei gilt es auch, die Bedürfnisse Dritter, insbesondere der Kinder, zu berücksichtigen.

fumagalliKristin Fumagalli
Coaching, Prozessberatung & Wirtschafts-Mediation
“Dicke Luft am Arbeitsplatz” Konflikte erkennen und konstruktiv bearbeiten
Offene Konflikte und solche, die unter der Oberfläche schwelen, kosten Energie und erschweren erfolgreiche Zusammenarbeit und zufriedenstellende Arbeitsergebnisse. Im Workshop wird anhand konkreter Beispiele aufgezeigt, was jede und jeder Beteiligte zur Lösung beitragen kann und welche Werkzeuge eine lösungsorientierte Bearbeitung unterstützen.

heydenWolfgang Heyden
Dipl. Volkswirt, Wirtschaftsmediator
“Rollenspiel Unternehmensnachfolge” Wirtschaftliche und emotionale Interessen live in der Mediation
Ein Team von Mediatorinnen und Mediatoren zeigen den Weg auf, wie eine schwierige Situation in einer Unternehmerfamilie gelöst werden kann. Dabei finden nicht nur die wirtschaftlichen Interessen der Beteiligten, sondern auch deren emotionale Bedürfnisse Berücksichtigung.

Workshop Runde II

huppertzRenate Huppertz
Trainerin, Mediatorin, System. Coach, Dozentin
“Erste Hilfe im Konfliktfall” Die Kunst des konstruktiven Streitens
Was macht es so schwer konstruktiv zu streiten? Geschieht das, weil Streiten etwas Negatives anhaftet, Streiten keinen guten Ruf hat? Weil im Streit Emotionen wie Ärger, Wut, Ungeduld, Trotz, Verachtung sichtbar werden können, die wir normalerweise nicht sehen oder zeigen möchten? In vielen Fällen erleben sich viele Menschen daher in diesen Situationen als hilflos. Konstruktives Streiten erfordert Wissen über die Vielschichtigkeit eines Konfliktes, und auch darüber, dass alle Beteiligten ihre eigene Wahrheit haben. Gleichzeitig werden wir uns mit unserem persönlichen Konfliktverhalten, unserer Haltung im Konflikt, beschäftigen.

langenbachSandra Langenbach Projektberaterin & Mediatorin Schwerpunkte: Flüchtlingsarbeit, Konflikttransformation
“Kultursensible Mediation” Konfliktlösung im Kontext von Migration und Integration
Die Ankunft von über einer Million Asylsuchenden in Deutschland im vergangenen Jahr brachte gesellschaftliche Herausforderungen mit sich: Zum Beispiel bei der Unterbringung, der sprachlichen Verständigung, der Aufnahme in Schulen sowie bei der Vermittlung in Ausbildung und Arbeit. Vor diesem Hintergrund haben auch Ängste, Skepsis und Fremdenfeindlichkeit gegenüber den neu Zugewanderten zugenommen. Im Kontext von Migration, Aufnahme und Integration gibt es Spannungen und Konflikte, auch zwischen den Zugewanderten selbst. Welche Rolle spielen dabei das eigene kulturelle Selbstverständnis und Fremdbilder? Was ist bei der Vermittlung zu beachten? Welche Fähigkeiten sind gefordert, um konstruktiv mit Konflikten im Kontext von Migration und Integration umgehen zu können?

Dr. Heinz Pilartz
Mediator und Mediziner
“Krankheit trifft mehr als Einen” Vom Umgang mit Konflikten im Umkreis des Betroffenen
Gesundheit und Krankheit betreffen regelmäßig nicht nur den Betroffenen, sondern alle im System: In der Familie, im Arbeitsteam… Einschränkungen der Gesundheit sind häufig Grund für Konflikte. Der Umgang mit diesen Konflikten ist häufig anders als üblich: eine bedürfnisorientierte Lösung, in der sich alle wiederfinden, ist seltener. Häufiger heißt es „nimm Dich zusammen“ (in alle Richtungen). Unterschiedliches Krankheitsverständnis, Umgang mit Tabus, enttäuschte Erwartungen oder Scham sind typische Stolpersteine bei der Suche nach einvernehmlichen Lösungen. Der Workshop zeigt Wege auf!

roeschBirgit Rösch
Mediatorin in Organisationen und Coaching
Der Streit wächst stufenweise oder Wie aus der Mücke der Elefant werden kann
Zuerst einmal: ein konfliktfreies Leben gibt es nicht. Jedem Konflikt aus dem Weg zu gehen, sowohl im Beruf als auch im täglichen Leben, ist nicht möglich. Was also tun? Was ist eigentlich ein Konflikt und was läuft da ab? Konflikte folgen einem ganz bestimmten Muster. Vom berühmten Kloß im Hals bis hin zum handfesten Konflikt ist es eine Bewegung nach unten: Stufe um Stufe, Phase für Phase. So weit muss es aber nicht kommen. Mit dem Modell der Konflikteskalation nach Friedrich Glasl können Konflikte analysiert werden. Erfahren Sie, was Sie tun können, um der Abwärtsbewegung entgegen zu wirken.

goebelBeatrix Larink-Goebel
Dipl. Math., Ausbilderin, Mediatorin
Wie reden Sie eigentlich mit sich selbst?
Beschimpfen Sie sich nicht. Reden Sie freundschaftlich mit sich!
Wie wir mit uns selber reden, zeigt Wirkung – bei uns und bei unserem Umfeld. Im Workshop wird ausprobiert, mit welchen Worten Sie sich ermutigen, aufmuntern, motivieren und belustigen können. Und warum es ganz unnötig ist, sich zu beschimpfen, wenn – zum Beispiel – der volle Kaffeebecher umkippt und sich auf den Teppichboden ergießt. Reden Sie mit sich wie mit einer guten alten Freundin (oder einem guten alten Freund): Wohlwollend und unaufgeregt, vielleicht belustigt, aber niemals vorwurfsvoll oder moralisch entrüstet! Dafür kennt man sich schon viel zu lange …

heydenWolfgang Heyden
Dipl. Volkswirt, Wirtschaftsmediator
“Rollenspiel Unternehmensnachfolge” Wirtschaftliche und emotionale Interessen live in der Mediation
Ein Team von Mediatorinnen und Mediatoren zeigen den Weg auf, wie eine schwierige Situation in einer Unternehmerfamilie gelöst werden kann. Dabei finden nicht nur die wirtschaftlichen Interessen der Beteiligten, sondern auch deren emotionale Bedürfnisse Berücksichtigung.

Workshop Runde III

krauseSabine Krause
Dipl.Ökonomin | Mediatorin | Trainerin | Coachin
“Typisch, meine Familie!” Wie mit mediativer Kommunikation Botschaften ankommen.
Im Berufsalltag bereiten wir uns für schwierige Gespräche vor, wir lernen das Handwerkszeug der mediativen Kommunikation. Aber in der eigenen Familie klappt das irgendwie nicht. Selbst wenn wir es nett meinen und uns besonders vorbereiten, dann reagiert das Kind, die Oma oder der Partner häufig mit Abwehr, Widerstand oder Distanz. Warum das so ist und was Sie tun können, um die eigenen Botschaften, auch oder besonders in der eigenen Familie, fair und gleichzeitig klar zu vermitteln, das ist Inhalt dieses Workshops. Viel Spaß dabei!

wookerPetra Woocker
Rechtsanwältin, Mediatorin
„Zoff zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber” Mediation als Alternative bei Konflikten in der betrieblichen Mitbestimmung.
Mit unserem Betriebsratsvorsitzenden/Geschäftsführer rede ich nur noch über einen Anwalt!!!“ – Mediation als Alternative bei Konflikten in der betrieblichen Mitbestimmung. Arbeitgeber und Betriebsräte/Personalräte haben naturgemäß auf die von ihnen gemeinsam wahrzunehmenden Aufgaben eine unterschiedliche Sicht. Diese latente Konfliktsituation führt in nicht wenigen Fällen zur Eskalation, auch innerhalb der Gremien. Der Gesetzgeber hat als Instrumente zur Konfliktlösung das gerichtliche Beschlussverfahren und das außergerichtliche Einigungsstellenverfahren vorgesehen. Im Workshop ist zu diskutieren, wie sich die Mediation von den beiden anderen Verfahren unterscheidet, welche Möglichkeiten der Konfliktklärung die jeweiligen Verfahren eröffnen und wo deren Grenzen sind.

merkelHubert Merkel
Wirtschaftsmediator
„Mediation als Haltung“ Gibt es ein besondere berufliche Ethik für Mediatoren/Innen?
Mediationskompetenz ist eine Frage der Persönlichkeit. Die Vermittlung von Verständnis gelingt nur auf der Basis von Vertrauen, Respekt und Wertschätzung. Der Vortrag beginnt mit der Klärung der Begriffe. Zusammenhänge werden aufgezeigt und ausgehend von Wirkprinzipien der Mediation wird eine Modellvorstellung über die angemesse Haltung im Mediationsberuf vorgestellt. Auch die Bereitschaft, sich im Konflikt als Mediant(in) in eine Mediation zu begeben, deutet im Kern auf eine Art „Mediative Haltung“ hin.

ehlertAngela Ehlert
Coaching / Mediation / Training
„Wenn das Herz spricht.“ Gefühle und Bedürfnisse als Lösungsbasis: Vertiefung
„Emotionen und Gefühle sind die persönlichsten, elementarsten und mächtigsten Antriebskräfte des Menschen“ (Yehudi Menuhin). Im Streitfall hilft uns die Bewusstheit über unsere Gefühle dabei, die Ursachen für den Konflikt zu erkennen und unsere Bedürfnisse lösungsorientiert zu definieren. Das Herz spricht dabei eine eigene „Sprache der Wahrheit“, die ein Schlüssel zur Konfliktlösung sein kann. Sie zu hören und zu sprechen, ist die Kunst, für die dieser Workshop wirbt.

kuepperAnnette Küpper
Sozialarbeiterin und Mediatorin
Unterwegs im „Helfer-Dschungel“ – Erfolgreich miteinander kommunizieren in Helfernetzwerken
In verschiedenen Lebensabschnitten kann es Situationen geben, in denen wir mit unterschiedlichen Hilfesystemen und Helfern in Kontakt kommen. Dies können sein: Beratungsstellen, Pflege- oder Sozialdienste, Ärzte, Nachbarschaftshilfen, Ämter… Jedes dieser Systeme hat eine eigene Sprache und eigene „Spielregeln“. Nicht selten kommt man sich vor wie in einem undurchdringbaren Dschungel und fühlt sich plötzlich verloren… Wie wir unsere eigene Rolle und die des Gegenübers erkennen, wie eigene Bedürfnisse im Blick bleiben, wie Kommunikation mit den verschiedenen Hilfesystemen auf Augenhöhe gelingen kann, das möchte dieser Vortrag mit Übungen beleuchten.