Tag der Mediation 2026 am Bonner Münsterplatz

Von Dietmar Vorfeld

Man könnte meinen, das „Tischtuch sei zerschnitten“ und der Konflikt ist auf dem Siedepunkt. Aber das sieht nur so aus. Professionelle Hilfe kann Wunder wirken.

Am „Tag der Mediation“ am 18. Juni 2026 konnten Klaus Cox und Dietmar Vorfeld stellvertretend für unseren Vereins in guten und tiefen Gesprächen anhand von Themen aus der Friedensbildung, dem Scheidungsumfeld und dem Arbeitsrecht die Methode „Mediation“ sehr gut darstellen.

Der dreißigjährige Krieg und das Ende dieses Krieges mit dem „Westfälischen Frieden“ gilt als erste und erfolgreiche Mediation. Dies hat einen durchreisenden Musikwissenschaftler, der sich mit Mediation bereits journalistisch auseinandergesetzt hatte, sehr interessiert. Ein Mensch, der mitten im Trennungsprozess nach dem besten Weg suchte und kurz vor „Anwalt und Richter“ stand, kam unser Stand auf dem Münsterplatz sehr gelegen. Von Mediation hatte dieser Besucher noch nie gehört und war sehr angetan davon. Er machte sich nach einem langen Gespräch auf den Weg, mit dem Trennungspartner über diese Vorgehensweise einmal zu sprechen. Und ein weiterer Besucher musste eine schwere Niederlage vor dem Oberverwaltungsgericht verdauen und war über unseren Stand hocherfreut. Diese Methode hätte er sich in seinem Prozess sehr gewünscht, wäre aber für die Verwaltungsgerichtsbarkeit in seinem Bundesland keine Option gewesen. Das hat er sehr bedauert, da er sich sicher war, dass eine Mediation zu einem besseren Ergebnis geführt hätte.

Diese Gespräche zeigen, dass es sich lohnt, die Methode zu verbreiten; dass zu wenige Menschen von ihr wissen und wie sehr sie helfen könnte, bessere Lösungen im Sinne einer Win-Win-Situation zu produzieren.

Ein sehr, sehr heißer Tag auf dem Münsterplatz endete mit kühler Apfelschorle und einem Capuccino und weiterem, intensiven Austausch.


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